Betriebliche Gesundheitsförderung und der Demographiewandel

Am 20. November 2012 von Odilia Wegener
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Krankheit im Unternehmen ist kein Problem, dass sich auswarten lässt. Ganz im Gegenteil. Die Demographieentwicklung Deutschlands und den Industriestaaten allgemein, weißt daraufhin, dass wir in Zukunft mit immer älteren Arbeitnehmern zusammenarbeiten werden. Laut dem statistischen Bundesamt zählt die deutsche Erwerbsbevölkerung zwischen 20 und 64 Jahren heute etwa 50 Millionen Menschen. Im Jahr 2060 werden es allerdings laut aktuellen Prognosen nur noch 33 bis 36 Millionen, also 27 % bis 34 % weniger sein.

Im Jahr 2024 wird die Gruppe der 50- bis 65-Jährigen über 40 % der deutschen Erwerbsbevölkerung ausmachen. In dieser Altersklasse leiden bis zu 20% an Ernährungs- und Stoffwechselerkrankungen (etwa Diabetes mellitus), bis zu 13,8% an Krankheiten des Kreislaufssystems (z.B. Ischämische Herzkrankheiten) und bis zu 11,4% an Krankheiten des Atmungssystems. Höher als in allen anderen Altersgruppen ist auch der Anteil an Personen mit Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems (bis zu 11,3%).

Allerdings können wir diese unterschiedlichen Krankheitsbilder nicht als isoliert betrachten. Gerade ältere Menschen leiden oft an mehreren Krankheiten zugleich. Das ist wohl einer der Gründe, warum die durchschnittliche Krankheitsdauer von älteren Angestellten um ein vielfaches höher ist, als die von jüngeren Kollegen. Im Vergleich: 2005 betrug die durchschnittliche Krankheitsdauer von 15-20 jährigen 5 Tage pro Krankmeldung. Bei 30-35 jährigen waren es schon 10 Tage. Bei 60-65 jährigen waren es allerdings satte 27 Tage im Durchschnitt.

Bei der Befragung von Unternehmen zum Thema betriebliche Prävention, wurde der Demografiewandel als wichtigster Grund genannt, warum betriebliche Gesundheitsförderung in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird.

Trotzdem sollten wir natürlich nicht bis zu einem fernen Zeitpunkt in der Zukunft warten, bis wir diese Probleme in Angriff nehmen. Schließlich sitzt die zukünftige Generation der älteren Mitarbeiter bereits jetzt schon in unseren Unternehmen. Durch gutes betriebliches Gesundheitsmanagement können wir es schaffen, die Basis für ein gesundes Unternehmen – jetzt und in der Zukunft – zu schaffen. Fördern wir bereits jetzt die Betriebsgesundheit, stehen wir in den kommenden Jahrzehnten in einem starken Wettbewerbsvorteil gegenüber den Unternehmen, die nicht so langfristig planen und die demographische Entwicklung ignorieren.

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