Human- und Sozialkapital – wichtige Erfolgsfaktoren in Unternehmen

Am 2. September 2013 von Odilia Wegener
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Teamwork steigert Human- und Sozialkapital!

Teamwork steigert Human- und Sozialkapital!

Viele Statistiken zeigen, dass physische Belastungen (inkl. Unfällen)  in unserer Arbeitswelt immer weiter sinken – im Gegensatz dazu nehmen die psychischen Belastungen (relativ und absolut) und die daraus folgenden Erkrankungen weiter zu.  Diese Entwicklung ist wenig verwunderlich, wenn man den Wandel am Arbeitsmarkt vom Produktionsstandort Deutschland zum Dienstleistungsstandort Deutschland betrachtet. Beide Belastungsformen haben Einfluss auf die Arbeit und die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten und somit auf die Leistungsfähigkeit der Unternehmen.

Aus den eingangs beschriebenen Punkten ergibt sich die Notwendigkeit für die Unternehmen, hinsichtlich der Erhaltung der Humanressourcen im Bereich Betriebliches Gesundheitsmanagement bzw. Betrieblicher Gesundheitsförderung tätig zu werden. Dabei sollte die Humanressource im Sinne der Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Kompetenz der Mitarbeiter nicht nur erhalten und geschützt, sondern auch adäquat genutzt, gefördert und weiterentwickelt werden. Denn: Die Förderung der Humanressourcen trägt nachweislich zur Wertschöpfung im Unternehmen bei. Der Mensch ist nicht nur Kostenfaktor – viel mehr ist er ein, wenn nicht der Erfolgsfaktor für die Unternehmen.

Das Humankapital

Doch was macht das Humankapital eigentlich aus? Es ist das Wissen! Das Wissen der Mitarbeiter, welches zum großen Teil ein wichtiger Faktor in der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen ist. Wissenschaftlich ausgedrückt, ist Humankapital das natürliche und durch Ausbildung erworbene Leistungspotenzial eines Individuums. Einfach gesagt: Mitarbeiter bringen Kompetenzen, Wissen, Fähigkeiten und Talente mit in ein Unternehmen ein und würden dies beim Verlassen auch wieder mitnehmen. Gemessen an diesem möglichen Verlust wird das Humankapital gemessen und deutlich. Somit ist das Humankapital immer an bestimmte Personen bzw. an die gesamte Belegschaft gebunden.

Mit Hilfe der Saarbrücker Formel wird versucht das Humankapital mit einem monetären Wert darzustellen. Mit Hilfe dieser Formel ist es möglich, den ökonomischen Wert einer Belegschaft quantifizierbar zu machen.

 

Das Sozialkapital

Im Gegensatz zum Humankapital (Wert natürlicher Personen) misst das Sozialkapital die Beziehung der einzelnen Personen untereinander. Soziales Kapital entsteht durch die Bereitschaft der Akteure, miteinander zu kooperieren. Es benötigt eine Basis des Vertrauens (soziales Vertrauen), auf der sich Kooperation und gegenseitige Unterstützung entwickeln können. Diese ist Folge der Norm der Reziprozität (Gegenseitigkeit), also der Erwartung für eine Leistung vom anderen wieder etwas zu erhalten. Vertrauen entsteht dadurch, dass diese Norm der Gegenseitigkeit eingehalten wird. In einem Klima des Vertrauens kann auch die Bereitschaft entstehen, anderen zu vertrauen, vor allem aber auch Fremden, ohne sofort eine Gegenseitigkeit voraussetzen zu müssen. Vertrauen ist auch nicht einfach ein Produkt von Sanktionsmöglichkeiten und der Angst vor Bestrafung.

Das Sozialkapital gewinnt in der modernen Arbeitswelt, in der der Erfolg eines Unternehmens immer weniger von Maschinen und immer mehr von den Menschen und deren Zusammenwirken abhängt, immer mehr an Bedeutung. Dabei spielen nicht nur die „Netzwerke“ unter den Mitarbeitern eine wichtige Rolle. Auch dem Umgang mit Vorgesetzten, Lieferanten und weiteren Partnern spielt hier verstärkt hinein. Alle genannten Komponenten können positive oder auch negative Auswirkungen auf die Arbeit des Einzelnen und damit auf den Unternehmenserfolg haben.

Studien zeigen, dass Sozialkapital durch folgende Komponenten bestimmt wird:

  • Anzahl der Kontakte zu Kollegen.
  • Anzahl der Kontakte zu Kollegen, auf die man sich 100%ig verlassen kann.
  • Anzahl der Kontakte zu Kollegen und Vorgesetzten, zu denen einen freundschaftliche Beziehung besteht.
  • Anzahl der Kontakte zu Kollegen, mit denen Freizeitaktivitäten durchgeführt werden.

Ebenso gibt es in diesem neuen Studienfeld bereits eine aussagekräftige Studie, die die Bedeutung des Sozialkapitals für Unternehmen untersucht hat – insbesondere zu den gesundheitlichen Auswirkungen und wirtschaftlichen Konsequenzen sind die Forscher zu folgendem Ergebnis gekommen:

  • Das Sozialkapital variiert nicht nur zwischen den Unternehmen – teilweise sogar zwischen den einzelnen Abteilungen/Arbeitsbereichen innerhalb eines Unternehmens.
  • Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen der Höhe des  Sozialkapitals und der Höhe des betriebswirtschaftlichen Ergebnisses und zwischen der Höhe des Sozialkapitals und des Wohlbefindens und der Gesundheit der Mitarbeiter.
  • Ältere Arbeitnehmer sind ein wichtiger Faktor für ein hohes Sozialkapital.
  • Je besser die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter sind und je stärker die soziale Beziehung innerhalb eines Teams ist, desto höher ist die physische und psychische Gesundheit der Mitarbeiter. Ebenfalls wichtig in diesem Zusammenhang: die Qualität und die Mitarbeiterorientierung der Unternehmenskultur.
  • Je stärker die Netzwerke innerhalb eines Teams, desto besser die Qualität der Leistung.
  • Die Unternehmenswerte und die Arbeitsbedingungen haben starken Einfluss auf die Gesundheit der Mitarbeiter.
  • Die Führungsqualität der Führungskräfte hat indirekten Einfluss auf das gesundheitliche Wohlbefinden der Mitarbeiter. Die Führungskräfte haben großen Einfluss auf Arbeits- und Rahmenbedingungen und können die Teams sozial stabilisieren.

Aus diesen Erkenntnissen zum Human- und Sozialkapital ergeben sich interessante Ansatzpunkte für ein betriebliches Gesundheitsmanagement! Welche das sind und wie Sie ihr Human- und Sozialkapital steigern können, zeigen wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch auf. Rufen Sie uns an: 030/548 118 02.

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